Absicherung des Depots/Vermögens

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mambo
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Absicherung des Depots/Vermögens

Beitrag von mambo » 21.02.2014, 13:12

Absicherung des Vermögens (Langfristige noch steuerfreie Aktiendepots, Fonds (auch Immobilien, Beteiligungen), Goldbestände, etc.) lohnt sich nur, wenn man langfristig orientiert ist. Bei Positionen, die nur z.B. 1-3 Monate laufen ist ein SL besser.
Bei Positionen, die man sowieso nicht verkaufen will aber z.B. Dividende erhalten will, muss ein Marktrauschen einkalkuliert werden.
Absicherung/Hedgen funktioniert auch nur dann, wenn man einen Plan, ein Ziel hat, d.h. man muss vorher definieren, wann man die Reisleine zieht und die Hedgeposition und/oder das abgesicherte Vermögen verkauft.
Das hängt stark mit Markterwartungen zusammen. Erwartet man z.B., dass der DAX auf 3000 fällt, also ab jetzt fällt, verkauft man lieber die bestehenden Positionen.
Erwartet man z.B., dass der DAX um 1500-2000 pkte korrektiv fällt, lohnt sich eine Absicherung schon.
Auch wenn man plötzliche Einbrüche erwartet (Katastrophen, Wirtschaftskriese…) lohnt sich das auch. Auf jeden Fall muss der Ausstieg/Verkauf und die anschliessende Strategie vorher definiert werden.

Die Höhe der Absicherung errechnet sich aus den Buchgewinnen, die vorliegen.
Instrumente hängen von der Ausrichtung des Depots ab; für deutsche Aktien lohnt sich der DAX, MDAX, Eurostoxx oder einzelne Schwergewichte (Siemens, E.ON,..)
Bei einzelnen Werten/Schwergewichten kann z.B. ein Faktorzertifikat genommen werden, da das Problem des Rollens keine grosse Rolle spielt.
Wenn das Aktiendepot nur wenige Werte beinhaltet, können diese gezielt mit einem Faktorzertifikat abgesichert werden. (Faktorzertis haben keine KO’s, laufen endlos)

Für Indizes sind Faktorzertifikate für lange Zeiträume ungeeignet. Ein Faktorzertifikat kann sich nämlich auch „tot“ rollen…dann wird der Handel auch eingestellt. Von Faktorzertifikaten profitiert man nicht oder nur unterproportional zum Underlying, wenn sich der Underlying seitwärts bewegt bzw. sehr langsam fällt/steigt.
Der führende Anbieter ist die CoBa.


Für die Indizes kann ein ETF genommen werden, am besten leveraged. Solche Produkte gibt es für den DAX, EURO STOXX, FTSE 100, PSI 10, SMI, MCSI, CAC 40, SuP branchenorientiert (Banken…)

DAX leveraged LYX0FV, A0X9AA, A0X896, DBX0BY
DAX ETF004, A0X9QV, DBX1DS
EURO STOXX leveraged AMNT7, DBX0CG
EUROSTOXX AMNT8, ETF052, DBX1SS, A0X8ZY
SuP DBX1AC
SuP leveraged DBX0B6

Man kann aber auch (sehr interessant) den LevDAX nehmen (Gehebelter DAX)…ist praktisch wie DAX leveraged…LYX0AD, DBX0BZ

DBXxxx sind Produkte der DBK-x-trackers und können normal an der Börse gehandelt werden. Dann entfallen die Ausgabe- und Rücknahmeaufschläge. Bei gehebelten Produkten fallen Zinsen an, die finanziert werden müssen („doppelter DAX“). Somit ist die zweifache Spiegelung der Indizes nicht 100% tig.

http://www.etf.db.com/DEU/DEU/Download/ ... -UCITS-ETF
LYXxxx Produkte sind Produkte der SG Group. Ausgabe-/Rücknahmeaufschläge entfallen , dafür kommen andere Gebühren hinzu.
http://www.lyxoretf.de/homede/products/ ... -DAXXSH-D/

AOXxxx Produkte etfsecurities. Ähnlich wie die DBK Produkte. D.h nur bei einer ultrakurzen Dauer ist die Partizipierung 2mal leveraged. Ansonsten ist das Ergebnis durch den Zinseffekt modifiziert.
Dem kann man in gewisser Weise entgehen, wenn man Produkte auf den LevDax nimmt.
LYX –Produkte sind dagegen geeignet für Anleger, die über Jahre halten wollen.

Alle Produkte arbeiten mit Derivaten, die z.T. nicht an der Börse gehandelt werden, z.B. SWAP Geschäfte. Das ist mit einem entsprechenden Risiko verbunden.

Vorteile gegenüber KO/OS: Kein Zeitverlust, kein KO, kein Volatilitätsproblem. Bei einem OS kann dazu kommen, dass der OS komplett am Wert verliert, wenn der DAX nur seitwärts läuft. Dann bleiben die abzusichernden Gewinne konstant, aber die Absicherung ist u.U. wertlos.

Alle Produkte haben ein Emittentenrisiko.

Die wirklich effektive Möglichkeit einer Absicherung bieten Optionsstrategien und Stilhaltergeschäfte. Denn Optionen kann man leer verkaufen und somit von der fallenden Volatilität und/oder dem Zeitverlust profitieren.

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